Stundenlanges Sitzen oder immer gleiche Bewegungsabläufe belasten den Körper einseitig. Bei Funktionsstörungen des Bewegungsapparates, psychosomatischen und stressbedingten Störungen oder andauernden Schmerzen sowie Krankheits- und Unfallfolgen kann die Alexander-Technik helfen.
Was ist die Alexandertechnik
Frederick Matthias Alexander war Schauspieler und begeisterter Shakespeare Rezitator. Aufgrund schwerwiegender Stimmprobleme sah er seine Karriere und Existenz bedroht. Nachdem ihm auch ärztlicher Rat keine Besserung brachte, begann er selbst an sich zu forschen. Was er dabei entdeckte und entwickelte ist bis heute in agogischer (Leiten und Begleiten von Menschen), pädagogischer, wie auch in therapeutischer Hinsicht von enormem Wert. Er erkannte, dass das was er mit sich selber tat und wie er dies tat, eine grosse Auswirkung auf das Funktionieren seiner Stimme sowie auf seine gesamte Körperkoordination hatte. Er fand heraus, dass die Funktionalität seiner Stimme nicht etwas rein körperliches ist, sondern eng mit seinem Denken und seinen Vorstellungen verbunden ist.
Wie wirkt die Alexandertechnik
Die Alexander-Technik setzt im ersten Schritt Berührungs- und Bewegungsarbeit ein, um die Selbstregulierungskräfte des Patienten gezielt anzuregen. In Verbindung damit gestaltet sie in den nächsten Schritten Selbstwahrnehmungs- und Bewusstseinsprozesse, welche die Patienten mit ihren Ressourcen in Verbindung bringen und ihnen ermöglichen, neue Sicht- und Handlungsweisen in Gang zu setzen.
Somit lernt man mit der Alexander-Technik, wie und wo man sich mit unguten Verhaltensweisen belastet, wie man mit anderen Mitteln sinnvoller zu sich selbst schauen und dadurch seine Potenziale besser einbringen kann. Die Alexander-Technik soll helfen, wachsamer zu werden gegenüber negativen Einflüssen, sie früher zu erkennen und wie man sie beeinflussen kann.
Was kann mit der Alexandertechnik behandelt werden?
- Chronischen Schmerzen im Bewegungsapparat, (Gelenk- oder Gliederschmerzen)
- Abnutzungserscheinungen oder Rheuma
- Kopf-, Nacken-, Schultern-, Rückenschmerzen
- Skoliotische Haltung
- Psychosomatische und stressbedingte Funktionsstörungen
- Müdigkeit, Verspannungen
- Burnout-Syndrom
- Atemfunktions- und Stimmprobleme
- Konzentrationsschwierigkeiten
- Lampenfieber
- Krankheits- und Unfallfolgen
- Multiple Sklerose, Schleudertrauma
- u.v.m.