Die Blutegeltherapie ist eine uralte Heilmethode. Der Blutegel ist vorallem für seine gerinnungs- und entzündungshemmende sowie schmerzstillende Wirkung seines Speichels bekannt. Er ist heute in vielen Ländern besonders durch die erfolgreiche Behandlung von Arthrosen als Heilmittel anerkannt.
Was ist die Blutegel-Therapie?
Blutegel werden schon seit Jahrtausenden zu medizinischen Zwecken eingesetzt. Bereits in den Keilschriften der Babylonier (etwa 1500 v. Chr.) gibt es Hinweise darauf, dass Blutegel zur Behandlung von Krankheiten verwendet wurden. Blutegel gehören zur Familie der blutsaugenden Ringelwürmern und sind eng verwandt mit dem Regenwurm. Der bekannteste von über 300 Arten ist der Medizinische Blutegel «Hirudo medizinalis». Früher war er auch in unseren Gewässern anzutreffen, er wurde dann aber praktisch ausgerottet. Für die Blutegel-Therapien und Behandlungen werden sie heute speziell gezüchtet. Der Blutegel wirkt bei lokalen Krankheiten und Wunden, aber auch auf den gesamten Körper. Er hemmt die Blutgerinnung, beschleunigt den Lymphstrom und wirkt entzündungshemmend.
Wie wirkt die Blutegel-Therapie?
Die Blutentnahme durch den Blutegel und die anschliessende Nachblutung wirkt wie ein langsamer Aderlass. Durch die Blutegel-Behandlung werden schädliche Substanzen aus dem Körper entfernt und lokale Blut- und Lymphstauungen beseitigt. Während des Saugens gibt der Blutegel über seinen Speichel zahlreiche Substanzen in die Wunde ab. Darunter Hirudin, das die Blutgerinnung hemmt, und Eglin, das entzündungshemmend und schmerzlindernd wirkt. Andere Wirkstoffe haben gefässerweiternde, durchblutungsfördernde und entkrampfende Wirkungen. Bei der Behandlung mit Blutegeln werden zwischen 2 und 10 Blutegel auf die entsprechenden Hautstellen aufgelegt. Der Biss wird wie ein Mückenstich oder kurz als leichtes Brennen wahrgenommen. Die Saugzeit resp. Behandlungszeit beträgt ca. ein bis zwei Stunden. Danach löst sich der Blutegel von selbst wieder ab.
Was kann mit der Blutegel-Therapie behandelt werden?
- Krampfadern, Besenreisser
- Thrombosen, Blutergüssen
- Arthrose und Rheuma
- Kopfschmerzen, Augenprobleme
- Durchblutungsstörungen
- Muskelschmerzen
- Chronische Entzündungen
- Venenerkrankungen
- Hämorrhoiden
- Tinnitus
- u.v.m.