Die vorgeburtliche Mutter-Kind-Bindungsanalyse ist eine besondere Form der einfühlsamen Schwangerschaftsbegleitung. Die mentale und emotionale Begegnung der Schwangeren mit dem ungeborenen Kind steht dabei im Mittelpunkt.

Was ist Bindungsanalyse?

Die Mutter und das vorgeburtliche Kind sind nicht nur durch ein besonderes emotionales Band miteinander verbunden. Das ungeborene Baby bekommt auf der biochemischen Ebene über das Nerven- und Hormonsystem der Mutter sowie auch atmosphärisch mit, wie es der Mutter geht und was sie gerade bewegt. Das Baby hat jedoch evolutionsbedingt keine Möglichkeit, diesen emotionalen Stress zu verarbeiten. Im zentralen Nervensystem des Embryos hinterlässt der mütterliche Stress Spuren in den Körperzellen, welche später Auswirkungen auf die emotionale und körperliche Entwicklung des Kindes haben können.

In der Bindungsanalyse steht die emotionale Sicherheit von Mutter und Baby an erster Stelle. Durch die einfühlsame Begleitung und die Tiefenentspannung in sogenannten Babystunden kann die Mutter in einem geschützten Raum ihren Gefühlen begegnen und eventuell belastende Erlebnisse aus der Vergangenheit verarbeiten. Durch dieses Wahrgenommen-, Gespürt- und Gefühltwerden kann das Baby seine Persönlichkeit optimal entwickeln. Diese ersten Bindungserfahrungen sind ganz entscheidend für sein späteres Leben.

Wie wirkt Bindungsanalyse?

Das vorgeburtliche Baby erlebt mit einer Bindungsanalyse bereits im Mutterleib die sichere Bindung und das emotionale Gehaltenwerden durch die Mutter und kann sich nach der Geburt neugierig der Welt zuwenden. Es ist meist emotional stabiler, sozial kompetenter und hat aufgrund der wichtigen Erfahrung eines liebevollen Kontaktes zur Mutter Zugang zu seinen persönlichen Potenzialen.

Für wen eignet sich die Begleitung mit Bindungsanalyse?

Die beziehungsfördernde, ressourcen-orientierte Schwangerschaftsbegleitung eignet sich für jede schwangere Frau, die Interesse und Freude daran hat, mit ihrem werdenden Kind in tiefem Kontakt zu sein.

  • Für jede Frau, die eine herausfordernde Geburt erlebt hat
  • Bei Komplikationen während der ersten oder eigenen Schwangerschaft oder Geburt
  • Bei Ängsten bezüglich der aktuellen Schwangerschaft oder Geburt
  • Bei einer problematischen Beziehung zu den eigenen Eltern oder zum Kindesvater
  • Nach früheren Schwangerschaftsabbrüchen, Fehlgeburten, Frühgeburten oder traumatischen Geburtserlebnissen
  • Als Vorbereitung auf einen geplanten Kaiserschnitt
  • Als emotionale Unterstützung vor und nach der künstlichen Befruchtung IVF, um die psychischen und menschlichen Aspekte einer Elternschaft und der Beziehung zum hereinkommenden Kind zu integrieren.
  • Bei unerfülltem Kinderwunsch (als Vorbereitung auf die Schwangerschaft)