Atmen ist eine natürliche Funktion und für unseren Organismus lebenswichtig. Gleichzeitig widerspiegelt der Atem unsere körperliche, mentale und gefühlsmässige Befindlichkeit. Über die bewusste Wahrnehmung des Atemgeschehens können wir dem Körper helfen im Gleichgewicht zu bleiben.
Was ist die Atemtherapie?
Normalerweise passt sich der natürliche Atem mit seinem Rhythmus automatisch den sich ändernden Anforderungen an, in denen wir leben. So kann er sehr verschieden sein, ob wir uns verausgaben beim Sport, an einer Arbeitssitzung teilnehmen oder in einem Sessel sitzen und die Ruhe geniessen.
Die Atemtiefe und Atemfrequenz wird beeinflusst durch unsere Gedanken, unsere Vorstellungen und unsere Gefühle. So wirkt sich Stress z.B. anders auf das Atemgeschehen aus, als körperliches und seelisches Wohlbefinden. Gleichzeitig widerspiegelt der Atem unsere körperliche, mentale und gefühlsmässige Befindlichkeit. Krankheit entsteht dann, wenn der Organismus nicht mehr im Gleichgewicht ist, und wenn die natürliche Anpassungsfähigkeit des Atems verloren geht.
Wie wirkt die Atemtherapie?
Der wichtigste Bestandteil der Atemtherapie ist die Erfahrung mit dem eigenen Körper. Dazu dienen verschiedene Dehnungs- und Bewegungsübungen um unser Empfindungsbewusstsein zu fördern und zu stärken. Dank diesen Übungen, ausgeführt im Einklang mit unserem Atemrhythmus, weitet sich unser Atemraum, der Atem wird tiefer und ruhiger. Dadurch fühlen wir uns kraftvoller und wohler in und mit unserem Körper. Neben Bewegungsübungen erfolgt die Atemtherapie mit Berührungsarbeit und taktilen Ateminterventionen, d.h. Dehnungs- Halte und Massagegriffe ausgeführt im Einklang mit dem Atemrhythmus des Patienten.
Was kann mit der Atemtherapie behandelt werden?
- Stress und Nervosität
- Kopflastigkeit, negative Gedanken
- Schlaflosigkeit
- Kopfschmerzen
- Verspannungen und Rückenschmerzen
- Angststörungen
- Asthma
- Hyperventilation
- Krisensituationen
- Depressionen
- u.v.m.