Das Schröpfen gehört zu den ausleitenden Verfahren, dabei werden mit Schröpfgläsern, die mit Unterdruck auf die Haut aufgesetzt werden, Schadstoffe über die Haut ausgeleitet. Schröpfen ist ein uraltes Heilver­fahren und ist unter anderem Bestandteil der Traditionellen Chinesischen Medizin.

Was versteht man unter Schröpfen?

Das Schröpfen basiert auf der Vorstellung, dass Körperfunk­tionen von den vier Säften Blut, Schleim, schwarze und gelbe Galle gesteuert werden. Solange dieser Körpersäfte ausge­glichen sind, ist unser Körper gesund. Wenn sie jedoch aus dem Gleichgewicht geraten können Krankheiten entstehen. Dieses Ungleichgewicht kann behoben werden, indem man die über­flüssigen Säfte nach aussen ableitet. Beim Schröpfen gibt es viele verschiedene Methoden, man unterscheidet aber drei grundsätzliche Arten: das blutige Schröpfen, das trockene Schröpfen und die Schröpfmassage. Beim blutigen Schröpfen wird die Haut leicht eingeritzt, bevor die Schröpfgläser ange­bracht werden. Dadurch zieht der Unterdruck das Blut, verstärkt durch die Schnitte, heraus. Beim trockenen Schröpfen, wird das Schröpfglas auf die unversehrte Haut gesetzt. Bei der Schröpf­massage, werden die gesetzten Schröpfköpfe über die eingeölte Haut bewegt, und Diese so massiert.

Wie wirkt das Schröpfen?

Bei einer Schröpf-Behandlung werden die Schröpfgläser auf die Haut aufgelegt. Der nötige Unterdruck für die Haftung auf der Haut wird durch das Verbrennen vom Sauerstoff erzeugt oder anhand einer Plastikbirne, mit welcher die Luft aus dem Schröpfglas ausgesaugt werden kann. Durch den Unterdruck erzeugt das Schröpfglas eine Saugwirkung auf der Haut. Neben der ausleitenden Wirkung dient das Schröpfen auch als Reiztherapie nach dem Prinzip der Reflexzonen. Die verschiedenen Hautbereiche, auch Head-Zonen genannt, sind über Nervenbahnen mit den inneren Organen verbunden. Aufgrund dieser Verbindungen können Störungen eines inneren Organs, Schmerzen oder Veränderungen des entspre­chenden Hautareals und dem darunter liegenden Bindegewebe auslösen. Durch die mechanische Reizung des Hautbe­reichs, können durch das Schröpfen die verbundenen, erkrankten Organe beeinflusst werden. Die Schröpftherapie kann das Immunsystem aktivieren und Verhärtungen im Haut- und Bindegewebe lösen.

Was kann mit dem Schröpfen behandelt werden?

  • Herz- Kreislauferkrankungen
  • Rückenschmerzen und Bandscheibenprobleme
  • Rheuma und Gelenkprobleme
  • Muskelverspannungen
  • Durchblutungsstörungen
  • Müdigkeit und Depressionen
  • Menstruationsbeschwerden
  • Bluthochdruck
  • Chronische Atemwegserkrankungen
  • Verdauungsprobleme
  • u.v.m.